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Unsere Freunde in Thailand

Nachtrag vom 27.01.2008:

Es ist schon eine Weile her, dass wir zuletzt in Thailand waren, aber wir möchten trotzdem nicht versäumen, ein paar Neuigkeiten zu schreiben. Eaung hat inzwischen neben der Wäscherei Arbeit in einem Restaurant gefunden, wo sie mithilft. Außerdem hat sie einen Kurs absolviert, um die in Thailand so beliebten Massagen zu geben. Als wir dort waren hatten wir viel Spaß mit den Kindern, obwohl wir uns kaum verstanden. Aber immerhin kann Susu bereits ein paar Brocken englisch und strengt sich an, mehr zu lernen.

Ines, Dolla, Eaung in dem Restaurant am Meer, in dem Eaung arbeitet:

Wir spielen gemeinsam Quartett, das wir den Kindern mitgebracht haben:

 

Nachtrag vom 31.07.06:

Aus Anfang Mai wurde dann doch Juli, aber das Geld (150 Euro, beinhaltet 75 Euro aus der Spendenbox, 40 Euro von Herrn Lesser und noch etwas von uns) wurde im Juli bar auf das Konto von Eaung eingezahlt. Siehe dazu auch Einzahlungsbeleg und Quittung über den Geldwechsel.

Nachtrag vom 03.04.06:

Im März 2006 war ich (Ines) auf einem Rhetorik Seminar der Signal-Iduna in Soltau. Unsere erste Aufgabe war es, ein Bild aus dem letzten Urlaub zu malen. In anschließenden Übungen erhielt ich die Aufgabe, über mein Bild eine freie Rede zu halten. Hier erfuhren die anderen Seminarteilnehmer die Geschichte von Dolla, Susu und ihrer Familie. Am nächsten Tag war neben meinem Bild eine von Pierre gebastelte Spendenbox befestigt. Diese spontane Aktion rührte mich sehr, und ich bedanke mich sehr für die Anteilnahme. Durch diese Aktion befinden sich nun 75 Euro in der Spendenbox und weitere 40 Euro von Herrn Lesser auf unserem Spendenkonto. Ich danke allen Spendern und werde das Geld voraussichtlich bis Anfang Mai weiterleiten, zuzüglich aller weiteren bis dahin eingegangenen Gelder. Der Einzahlungsbeleg kommt natürlich wieder auf diese Seite.

Bild der Spendenbox

Nachtrag vom 16.10.05:

Am 10.10.2005 waren wir noch einmal am Strand der Bang Tao Bucht und haben uns ein Bild der Lage vor Ort gemacht. Einige Restaurants haben den Tsunami entweder überlebt, weil sie höher gelegen sind, oder bereits wieder aufgebaut wurden. Vom „Freeway“ ist nur das Dach übrig, der Rest ist zerstört. Auch die dahinter liegende Wohnung existiert nicht mehr. So sieht es heute aus:

Die Familie lebt zur Zeit in einer kleinen Wohnung im Dorf, ca. 2 km vom Strand entfernt und betreibt eine kleine Wäscherei.

Heute haben wir auch die noch offenen 210 Euro aus der Spendenaktion übergeben. Eaung hat das gespendete Geld in drei Waschmaschinen, einen Trockner, Bügelbrett und Bügeleisen investiert. Davon kann sie ihren Lebensunterhalt nun selbst bestreiten.

Rolf, Dolla, Eaung, Susu, Ines.

Im Tempel Wat Chalong: Rolf, Susu.

Im Tempel Wat Chalong: Ines, Dolla.

Nachtrag vom 2.5.05:

Hier ein paar Fotos vom Abschluss der Grundschule von Susu.

 

 

Nachtrag vom 1.2.05:

Heute haben wir erfahren, dass unser Päckchen mit Weihnachtsgeschenken für die Kinder, das wir letzten November abgeschickt haben, angekommen ist. Wir dachten schon, es sei durch dem Tsunami verschwunden. Umso größer war die Freude der Kinder über die Barbie Puppe und das Spielzeugauto. Eaung hat erzählt, dass sie von der Regierung 100 Euro für den Verlust ihrer Wohnung und des Restaurants bekommen hat. Diese Soforthilfe haben alle betroffenen Obdachlosen dort erhalten. Die Regierung plant jetzt neue Projekte für den Strand, allerdings ohne Einbeziehung der Einheimischen, um den Tourismus wieder anzukurbeln. Zur Zeit leidet die Region sehr unter den Ausbleiben der Touristen. Für die Zukunft plant Eaung, evtl. eine Wäscherei, genaueres wird sich sicher in der nächsten Zeit noch zeigen. Eine thailändische Wäscherei ist allerdings nicht mit einer hier üblichen Wäscherei zu vergleichen, sondern besteht im Wesentlichen aus einer Waschmaschine und viel Handarbeit. Wir haben das auf Koh Samui gesehen, dort wird ein Kilo Wäsche für 30-40 Baht gewaschen (50 Baht entspricht ca. 1 Euro). Nicht gerade viel, aber vielleicht reicht es um die Familie zu ernähren. Sie ist jedenfalls optimistisch und sehr glücklich über diese Chance eines Neuanfanges und bedankt sich nochmals bei allen, die dazu beigetragen haben.

Eaung half mit einem kleinen Teil des Geldes ihrem Schwager, dessen Wohnung überflutet wurde, sie zu renovieren.

 

Nachtrag vom 30.1.05:

Wir haben das Geld aus der zweiten Sammlung am 12.01.05 bar in Bangkok eingezahlt, die entstandenen Kosten haben wir übernommen. Von dem Geld konnte sich die Familie bisher neue Kleidung und Kochgeschirr kaufen, sowie sich eine kleine Unterkunft anmieten. Die Kinder gehen wieder zur Schule. Das restliche Geld liegt zur Zeit noch auf der Bank, bis die Pläne für die Zukunft abgeschlossen sind. Thai sind sehr abergläubisch, daher denken sie, dass die Seelen der Verstorbenen noch am Strand leben. Andererseits hatte die Familie bisher nicht viel Glück mit ihrem Restaurant am Meer, daher hat Eaung Angst, es wieder an dieser Stelle aufzubauen.

 

Nachtrag vom 7.1.05:

Wir sind völlig überwältigt von Eurer Spendenbereitschaft. Das Geld aus der ersten Überweisung ist inzwischen gut angekommen! Da es doch mehr war als erwartet ist, wird Eaung auch anderen Menschen vor Ort die ebenfalls Hilfe benötigen, damit helfen können. In jedem Fall hilft es etwas, die extremen Verluste zu lindern. Susu hatte Anfang Januar leider Durchfall bekommen, wir hoffen, dass es ihm inzwischen besser geht. Wir werden versuchen, etwas genauer zu berichten wie die Familie jetzt lebt, wie es jetzt allen geht und wie es weitergeht.

Wir fliegen am 8.1.05 nach Bangkok und werden den Rest dort bar einzahlen. Den Einzahlungsbeleg werden wir ebenfalls hier einstellen, sobald wir wieder zurück sind (ab 24.1.05).

 

 

Danke!

An alle, die einen Beitrag geleistet haben.

An dieser Stelle möchten wir die Geschichte dieser Familie aus Cherngthalay auf Phuket, gleich am Strand der Bang Tao Bucht, die unmittelbar nördlich von Patong liegt, kurz erzählen.

Dolla, Suwim, Rolf

Pramote

Wir lernten diese kleine Familie während eines Phuket Urlaubes kennen. Suwim,  seine Frau Euangporn (genannt Mama Susu), ihr Sohn Susu, die kleinere Tochter Dolla und deren Neffe Pramote. Suwim lebte 14 Jahre in einem kleinen Bereich im Tempel von Cherngtalay als Mönch, und war dementsprechend gebildet und wusste viel über Buddhismus. Suwim war außerdem ein ausgezeichneter Koch, unserer Meinung nach kochte er eines der besten Thai Essen überhaupt.

 

Wir haben ganze Nachmittage und Nächte mit ihm und seiner Familie verbracht. Er lehrte uns einiges über Buddhismus und Meditation. Wir verbrachten viel Zeit mit ihnen und es war einmalig, was wir hier lernen und erlebten durften. Wir waren sehr beeindruckt, dass diese Menschen in ihren sehr bescheidenen Verhältnissen anscheinend glücklichere Menschen sind als wir reichen Europäer. Diese Erfahrung hat uns einige Denkanstöße zu den unterschiedlichen Wertvorstellungen der Menschen dieser Welt gegeben.

Im Jahr darauf wollten wir die Familie wieder besuchen, wir fanden auch das kleine Restaurant so vor wie gewohnt.

Susu, Ines, Dolla

Wir bestellten etwas zu essen und da „Mama Susu“ kein englisch spricht, hat uns die neue Köchin erklärt, dass Suwim und sein Neffe Pramote am 10. Mai 2003 von drei Männern beim Abendessen direkt in ihrem Restaurant erschossen wurden.

Die Kinder konnten sich zwar in Sicherheit bringen, aber dabei zusehen wie die beiden starben, Mama Susu wurde im Unterarm angeschossen und ist seitdem etwas behindert. Das war für uns natürlich ein Schock. Der Haupttäter hat sich am 28. Januar der Polizei gestellt, wie die Phuket Gazette am Tag darauf berichtete.

 

Susu, „Mama Susu“ Euangporn, Dolla

Wir sehen es seit dem als unsere Verpflichtung, Suwims Familie zu unterstützen. Bisher haben wir das aus eigener Kraft geschafft. Die Kinder konnten weiter zur Schule gehen, wie es auch Suwims Wunsch war. Bis jetzt. Jetzt ist alles anders.

Der Tsunami zerstörte das kleine Restaurant und die dahinter liegende kleine Hütte, in der die Familie lebte. Susu sah das Wasser verschwinden und rief die Mutter, die darauf auf dem Meer die riesige Welle näher kommen sah. Sie schnappte sich geistesgegenwärtig beide Kinder und rannte mit ihnen sofort los, in Richtung Cherngtalay, zum Tempel, auf dem auch ihr Mann und dessen Neffe ruhen. Sie wurden zwar auf dem Weg von der Flut erfasst, überlebten jedoch. Seither sind sie obdachlos, haben allerdings eine Notunterkunft von der Regierung zur Verfügung gestellt bekommen. Ihre Habseligkeiten wurden davon gespült, und ihr kleines Restaurant am Strand, ihre Existenzgrundlage vernichtet. Ohne Suwims und Pramotes  Hilfe ein schier unmögliches Unterfangen, alles wieder aufzubauen. Ganz zu schweigen von den Schulgeldern, die sie für Dollar und Susu aufbringen muss.

Das kleine Restaurant direkt am Strand, vor dem Tsunami. Quelle: Phuket Gazette

Sie hatten Glück im Unglück: Sie haben überlebt, und sie haben Freunde in Deutschland. Wir bedanken uns an dieser Stelle im Namen von Susu, Dolla und Euangporn für die bisher gespendeten Gelder und danken Euch für das entgegengebrachte Vertrauen und Solidarität. Am 28.12. haben wir ihnen durch die Mithilfe von ca. 30 Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten mit einer Geldspende von 1.150 Euro helfen können!

Wir danken auch Pheera, der für uns als Dolmetscher hilft.

 

Es haben sich bereits weitere Spender bereiterklärt zu helfen, und jeder, der dazu beitragen möchte, ist dazu aufgerufen uns zu kontaktieren. Wir werden die Gelder vollständig weiterleiten, eventuelle Gebühren etc. übernehmen wir selbstverständlich.

 

Ines u. Rolf Leukel, am 30.12.2004


 

 



www.leukel.org

Die Spendenliste gibt es hier zur Einsicht. Wir veröffentlichen diese Liste, damit eventuelle Zweifel an der Ernsthaftigkeit von vorn herein zerstreut werden, und sich jeder vergewissern kann, dass sein Betrag auch 100% ankommt.

Den ersten Überweisungsbeleg hier zur Einsicht.

Die Belege der Bareinzahlung gibt es hier. (Erläuterung: Wir mussten erst die Euro in Baht tauschen und dann einzahlen. Für 1295,- Euro bekamen wir 65306,85 Baht).